Beziehung, Partnerschaft, Ehe, Familie, Schule und Erziehung   -   Gesundheit, Krankheit, Schmerzen und Krisen   -   Liebe, Konflikte, Versöhnung und Einigung   -   Arbeit und Freizeit   -   Spiritualität, Sinn, Suche und Wege  -   hier:  23Der Schatten
 

Zurück ] Home ] Weiter ]
 
   

 

Partnerschaft 

Wie geht das ? - 23

  

Der Schatten

mit:   Zusammengehen

 

Hallo - hallo! Da läuft's mir gleich kalt den Rücken runter. - Ein Krimi?

Richtig!

Ein Krimi-Spiel? Für zwei Personen?

Richtig!

Spannend! - Und für was soll das gut sein?

Nun: Um Spaß zu haben - 'miteinander'!  Und - tja - neugierig sein - aufmerksam sein - Neues entdecken - sich überraschen lassen!

Aha - ich hab' immer noch keine Ahnung, worum's eigentlich geht. - 

Also: Wenn du alleine zuhause bist - wie ist das? 

Schön! - Gemütlich!

Wieso?

Ja, da renne ich rum - mit meiner Schlamperhose, da esse ich aus dem Topf (pst - nicht weitersagen!), da benütze ich immer wieder die noch nicht abgespülte Tasse (pfui - wie angenehm!), da rülpse ich und lasse die Winde pfeifen - ha! - da spreche ich mit mir selbst - laut - und mit meiner Katze - ach - und da habe ich noch so einige gemütliche Absurditäten, die mir gut tun.

Schön! - Und machst du das auch, wenn du mit deinem Partner zusammen bist?

Natürlich nicht! - Das macht man doch nicht! - Das wäre ja rücksichtslos!

Wie spürst du dich, wenn du 'so' rücksichtslos bist?

Blöde Frage! - Wie kann ich mich spüren, wenn ich's gar nicht mache?

Siehst du! - Und das Schattenspiel taucht genau in diesen Fragezeichen- Bereich der so freundlich weg retouchierten 'Rücksichtslosigkeiten' ein, wenn Miteinander gelebt wird. - Im Miteinander bist du, wie du sagst, ein anderer - freundlicher, beflissener, rücksichtsvoller, aufmerksamer und was noch alles - als wenn du alleine bist.

Ja, ja - das stimmt schon. Das ist aber doch auch gut so.? - Man kann sich doch nicht einfach so gehen lassen.? - Oder?

Ich hab' keine Ahnung, ob man kann oder nicht kann.
Weißt du, wie es deinem Partner geht, wenn du so bist - so ungeniert, so offen und unbeschwert,
wie wenn du alleine wärst?

Nein - natürlich nicht!

Siehst du - das ist 'ein Teil' des Miteinander, der auf diese Weise und in  diesem Spiel erforscht werden kann. - Ein anderer Teil des Spiels ist, dass der Partner zum 'Schatten' wird, zum zweiten ICH in gleicher Bewegung, in gleicher Handlung usw. - und in diesem parallelen tun, in diesem es genauso machen - 'gleich' - gleich schnell, gleich langsam, mit dem gleichen Schwung usw. - 'erfährt' der Partner mehr von mir - von meinem äußeren Handeln im einzelnen und von meinen Gefühlen (dadurch, dass er in 'Resonanz' in seinem Körper spürt).

Also nicht nur äußerlich, dass der Partner genau beobachtet - meine Handgriffe, mein Tun im einzelnen, meine Bewegungen, meine Mimik - und sie mitmacht - sondern, da sind dann innerlich auch die Gefühle ...

...in Resonanz! - Genau! - Der Schatten kann mit-fühlen!

Und wie ist das, wenn viele Bewegungen gleichzeitig passieren - oder wenn einer spazieren geht - und der Schatten hinterher? - Das sind doch dann so viele Einzelbewegungen - viele, verschiedene - z.B. Arme und Beine und Kopf und Becken usw. 

Das ist einfach! - Der Schatten lässt seine Augen - seine Wahrnehmung in den Hinterkopf rutschen - und lässt sich vom anderen führen - ganzheitlich. Er überlegt also nicht die einzelnen Bewegungen, sondern steigt in den Rhythmus des anderen ein, lässt sich da hineingleiten - und darf neugierig sein, welche Erfahrungen er macht - über sich und den anderen.

Das klingt verlockend! - Und wie geht das nun genau? - Wie sind die SPIELANREGUNGEN  dazu?

 

 

DER  SCHATTEN       -     SPIELANREGUNGEN

 1.

Beide reservieren sich einen Tag - ganz für sich - an dem sie das Schattenspiel spielen wollen.

 2.

Derjenige, der anfängt (A) spielt:  "Ich bin ganz ungeniert und alleine!"
Und zwar so ehrlich, wie möglich!
Spielinhalt ist jetzt: "Ich gebe mir die Erlaubnis, mich gehen zu lassen!"

 3.

Der andere (B) spielt den Schatten. Er handelt mit dem Spieler A synchron, macht gleiche Bewegungen, gleiche Richtung für die   Aufmerksamkeit, für das Schauen, gleiches Verhalten, gleiche   Kopfhaltung, gleiche Körperhaltung usw., usw.  (und die Wahrnehmung von B darf aus dem Hinterkopf kommen! - "Ausprobieren!").

 4.

Spieldauer für einen:  ca. 2 Stunden

 5.

Enthalten sein sollte ein Spaziergang von etwa 30 - 40 Minuten.

 6.

Spieler A spürt, wie es ihm geht, wenn er ist, 'wie er ist' - ungeschminkt - auch wenn der Partner als Schatten dabei ist. Ist es wirklich 'ganz' möglich? - Oder gibt's da noch (vielleicht kleine) Einschränkungen?

 7.

Der Schatten B geht mit A in Resonanz, geht mit, schaut genau hin, was A wie und wo macht - lernt damit das Verhalten von A, sein Tun und seine Gewohnheiten nicht nur vom äußeren Ablauf her kennen, sondern fühlt auch mit - kann sich ein Stück weit einfühlen in die innere Wirklichkeit von A.

 8.

Und es gibt keine Tabus! - Jeder wirklich so, wie ihm ist! - Nichts   dazu tun - und nichts weglassen!

 9.

Nach Ende des ersten Spielabschnittes:   PAUSE! - mind. 30 Min. - AUSEINANDER! - Und jeder schreibt für sich die eigenen Erfahrungen und Eindrücke auf.

A:

Wie ist es mir gegangen?  Was ist mir aufgefallen? Welche Gefühle und Fantasien waren da? Und alles, was noch wichtig erscheint. 

B:

Wie bin ich in die Rolle des Schattens hineingekommen?  Was ist mir als Schatten - im eigenen Mitvollziehen, Miterleben - besonders aufgefallen (vielleicht bestimmte Bewegungen / Inhalte = neu = Bereicherung; vielleicht auch das Fehlen bestimmter Bewegungen / Inhalte usw.)? Wie ist es mir gegangen? Was ist mir sonst noch aufgefallen? Welche Gefühle und Fantasien waren da? Und alles, was noch wichtig erscheint.

Und dann darf sich B für A ein GESCHENK ausdenken, das für A eine Bereicherung ist, z.B. wenn A etwas unaufmerksam geschaut hat,   kann B sagen:  "Ich schenke dir die neugierigen und aufmerksamen Augen eines Adlers!" - oder wenn A nervös und unruhig war, kann B sagen: "Ich schenke dir einen Sonnenuntergang, den du gemütlich auf der Hausbank sitzend und Pfeife schmauchend genießen kannst!" - oder "Ich schenke dir eine angenehm duftende, warme Badewanne, in die du dich hineinsinken lassen kannst!" -  oder wenn A im Becken hätte etwas beweglicher sein dürfen, kann B sagen: "Ich schenke dir zwei Kobolde, die, wenn du gehst, links und rechts neben dir gehen. Ab und zu spielen sie dir seitlich einen kleinen bunten Ball zu, den du dann mit  der anderen Hüfte zurückspielen darfst!" usw.  - usw.  - usw.
Der liebevollen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! - 
GESCHENK! -
Zur Freude und zum Genuss von A !!

10. 

Dann Wechsel (ohne vorher über das Erlebte zu sprechen!) - wieder Nr. 1 - 9 (wenn beide getrennt wohnen, vielleicht auch von der anderen Wohnung aus).

11. Nie vergessen: Es ist ein Spiel! Und das Lachen darf dabei sein! Und die anderen Leute dürfen auch dumm schauen, wenn beim Spazieren gehen einer vorausgeht - und der Schatten im gleichen Schritt und mit gleicher Gestik etc. hinterher.
12. Nach Abschluss auch der zweiten Runde (nach Nr.9)
a)  sich gegenseitig die Besonderheiten der Beobachtungen und Erfahrungen erzählen (erst der eine - dann der andere),
b) sich gegenseitig die Geschenke überreichen - lustvolle, lebendige, farbige, tönende und klingende Bilder! (erst der eine - dann der andere),
c) sich gegenseitig für das 'gemeinsame Spiel' und all die Erkenntnisse und Erfahrungen und das Geschenk bedanken - respektvoll und liebevoll!

Ja - das war's.

Das klingt verlockend!

Es macht Spaß - gemeinsam und miteinander zu spielen! Und es bringt Entdeckungsmöglichkeiten von Neuem! Und es darf immer wieder gespielt werden ! Und es wird immer wieder anders sein! Und - es darf sich verändern !

Klar doch: Alles darf sich verändern!

 

 

Variante:

Zusammengehen

 

Wie 'Der Schatten' - jedoch 'nur Gehen'. Einer geht, einer ist der Schatten - ca. 30-45 Min. lang. Es ist gut, wenn sich der Schatten jeweils am Schluss heftig ab- und ausschüttelt und sich dann wieder 'in seiner' Art bewegt, damit wieder zu sich selbst zurückkommt. 
Zusammengehen ist eine sehr schöne Möglichkeit, einfach, schnell und intensiv miteinander in Kontakt zu
kommen und gegenseitig mehr voneinander zu 'erfahren', zu  'erspüren', 'sich zu begegnen'! 
Eine spürbare Antwort auf die Frage:  "Was ist jetzt mit dir los?"

 

vorgestellt ab 20.10,12  (07)    Miteinander zu spielen kann wunderbar, spannend und unterhaltsam sein; ein schöner, gemeinsamer Zeitvertreib. Aufeinander bezogen zu spielen, so wie es "Der Schatten" vorschlägt, ist ein Schatzkästlein, das immer wieder Neues und Überraschendes schenkt. Es bringt mehr gegenseitiges Verstehen und Einfühlen, mehr Nähe und Intensität, mehr gemeinsame Lebensqualität, mehr Freude und Lachen von Herzen. - Probieren! 

 

zur Hauptseite 'Partnerschaft' 

    

 

 

Zurück ] Home ] Weiter ]

   >>  INHALT  >>

 
Begegnungen

 
Freude für dich!

 
Kl.Sammlung

      

Partnerschaft 

Überraschungs-Ei

Wilde Blumen

 

© Copyright:    Gerhard Salger, 81377 München                            
 
    Email: g_salger[ät]alltagalschance.de      Internet:  www.abcgs.de 
 
(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)