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Partnerschaft 

Wie geht das ? - 10

  

"Shake hands"

mit den Augen

 

 

 
   Freundlicher Händedruck "mit den Augen" -
kennst du das ?

Nein - so noch nie gehört. Wie geht das? Und zu was ist das gut?

      Also - früher bin ich
    durch die Gegend
   gegangen und hatte
 eigentlich an allem etwas auszusetzen. An Menschen, die nicht richtig angezogen waren, an ihrem Verhalten, an Autofahrern usw.

 

           Besonders natürlich an meinem Partner: Da ist mir das
     verkniffene Gesicht, die unpassend zusammengestellte 
   Kleidung,  eine anmaßende und aggressive Geste 
  aufgefallen und - und - und.
Auch wenn andere mich nur angeschaut haben, empfand ich das oft schon als bedrohlich. Mein innerer Kommentar war dann vielfach: "Der/die wird sich jetzt 'etwas Schlimmes' von mir denken!" oder auch nur "Was werden sich die anderen jetzt von mir denken?"

Das kenne ich auch! - Ganz schön belastend?

Ja natürlich! - Nach und nach ist mir bewusst geworden, dass das 'meine Einstellung' ist - und dass ich mir damit selbst am meisten schade. - Ich produziere in meinem Kopf meine Wertungen, Ängste und Vorurteile, werde dadurch steif und unbeweglich, nehme eine ablehnende und distanzierte Haltung ein und verbreite eine entsprechend negative Ausstrahlung. 

Genau! 

Tja - und vor einiger Zeit habe ich mich dann entschlossen, künftig weniger zu kritisieren und mich auch weniger davor zu ängstigen, was die anderen jetzt von mir denken, dafür immer mehr und genauer hinzuschauen, zu loben und anzuerkennen, einfach selbst mehr für "Verbindung" zu sorgen. 
Da habe ich probiert, meinen Partner und alle Menschen, denen ich im Büro, auf der Straße oder auch im Park begegnete, anzuschauen, den Blickkontakt zu halten und ihnen gleichzeitig "Licht und ein freundliches Lächeln" zu schicken. Das habe ich mir innerlich gesagt ("Ich schicke dir Licht und ein freundliches Lächeln!").

Das ist eine schöne Möglichkeit!   Und - hat sich was verändert?

Und wie! Plötzlich habe ich viel mehr gesehen und gehört - und mir ging's dabei gut. Die Angst "was werden die anderen von mir denken .. usw." war in den meisten Fällen weg. Und ich habe gemerkt, dass es viel mehr freundliche und angenehme Menschen gibt, als ich das vorher geglaubt habe. Ich nahm mehr Einzelheiten wahr und "Begegnung" mit den Augen, mit allen Sinnen, wurde immer öfters möglich. 

Du hast also begonnen, mehr wahrzunehmen (zu sehen, zu hören, zu spüren, zu riechen und zu schmecken), hast aber innerlich nach wie vor bewertet, besonders negativ  - oder?

Das stimmt schon, zumindest am Anfang war es noch so! 
Doch auch das wollte ich weiter entwickeln. Ich wollte "das" innerlich wirklich denken und spüren, was ich nach Außen abstrahlte. Nur so ist es ja wirklich stimmig. 

Also authentisch - und damit wirklich kraftvoll?

Genau! - Thema war jetzt zusätzlich das Annehmen und So-lassen.
Ich habe also begonnen mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit folgende "Innere Erlaubnis" zu geben bzw. mich immer wieder selbst zu erinnern:

Ich lasse dich - 

wie du bist - und anerkenne dein Schönes!

Ich lasse mich -  wie ich bin, nehme mich so an - und ich darf mich verändern und damit weiter entwickeln!
Ich lasse los - Spannungen, Erwartungen, Wertungen (z.B. so ist es richtig, anders falsch) usw.
Ich lasse zu - und vertraue meinem inneren 
"Ich bin geführt!" 
Ich lebe "jetzt"  -  in diesem Augenblick!

 

Und ???

Klasse! - Es hilft sehr! 
Ich spreche mir meine Vorsätze, also meine "Innere Erlaubnis" laut oder auch leise vor und schicke sie nach Innen. Dann kann ich richtig merken, wie ich weicher, beweglicher, entspannter und - aufmerksamer werde.

Und wie wird sich das wohl in der Zukunft für dich auswirken ?

Da ich mir diese "Innere Erlaubnis" bewusst sehr oft am Tag und bei allen nur denkbaren Gelegenheiten gebe, wird sie irgendwann, davon bin ich überzeugt, mehr und mehr in mein Unterbewusstsein einsinken.

Ah, ja - dann wirst du das, was du jetzt bewusst machst (lassen - loslassen -zulassen usw.) irgendwann und ohne weiteres Nachdenken "sein".

Ja - und genau das will ich! Eine Begegnung - ein freundlicher Händedruck mit den Augen: "Ich nehme mich und dich wahr - jetzt!" 

Und langt da dieses Dir-die-Innere-Erlaubnis-geben? Oder wendest du auch noch andere Möglichkeiten an, um die von dir gewünschte Veränderung zu unterstützen?

Du vermutest richtig! - Ich mache noch etwas dazu:
Wenn mir eine Person begegnet - oder eine Situation - oder ein Verhalten etc. - dann schicke ich als erstes "Licht und ein freundliches Lächeln", dann denke ich an meine "Innere Erlaubnis" und dann sage ich mir noch etwas: "Ich anerkenne das Schöne!". Dann bemühe ich mich herauszufinden, was ich da jetzt schön finde - an dieser Person - oder dieser Situation - oder an meinem Partner (was er z.B. gerade tut oder anhat oder für was er sich gerade begeistert und ... und ... und ...). Und das sage ich dann auch innerlich - und wenn's möglich ist, auch äußerlich (z.B. dem Partner).

Geht das so einfach ?

Bei einer so negativ trainierten Wahrnehmung, wie wir sie üblicherweise haben (z.B. das gefällt mir NICHT, das ist NICHT in Ordnung, das ist NICHT SCHLECHT usw.) ist es, zumindest am Anfang,  schon ganz schön schwer. Aber - es geht! 
Immer wieder brauche ich allerdings viel Wohlwollen, Geduld und Nachsicht - -

Für die anderen?

Nein, nein - für mich und meine Schwächen, weil es halt nicht immer so gut läuft, wie ich das gerne hätte. Aber - "Übung macht den Meister!" - Langsam wird es besser - und es baut mich natürlich auf, wenn ich merke: Ja - es geht! Ganz von selbst hat sich die Aufmerksamkeit auf das Schöne gerichtet, ganz von selbst ist es zu einer offenen Begegnung, zu einem Händedruck mit den Augen gekommen. - Das passiert immer öfter.

Und dann fühlst du dich mit dir selbst und auch mit anderen immer wohler? 

Natürlich! - Das ist gut für mich - und meine Partnerschaft - und die anderen - und - und - und - !

Ist das alles - oder gibt es noch weitere Feinheiten?
 

Nun, die "eigene Haltung" ist bei dem Ganzen noch sehr wichtig! - Die Haltung des  Kopfes sollte so sein, dass am gedachten Durchgangspunkt der Halswirbelsäule durch die Schädeldecke, ein feiner Faden den Kopf nach oben zieht - -

Dabei geht dann das Kinn etwas Richtung Brust, die Nackenwirbelsäule richtet sich auf und es wird eine Blickrichtung parallel zum Boden möglich - oder?

Richtig! - Genau darauf kommt es an! Sind die Schultern etwas eingefallen, dann verändert sich die Position des Kopfes. Entweder leicht nach hinten, dann entsteht ein Schauen eher 'von oben nach unten' - oder leicht nach vorne, dann entsteht ein Schauen eher von 'unten nach oben'.
Mit der Haltung 'Nase Richtung Himmel' mache ich mich eher größer, als ich wirklich bin (ich bin besser, klüger, mehr wert usw. als ihr anderen), mit der Haltung 'gesenkter Kopf' mache ich mich eher kleiner, als ich wirklich bin (ihr anderen seid besser, klüger, mehr wert usw. als ich).

Ist das dann ein bewusstes Denken und Verhalten? 

Meistens nicht. Die "Haltung" entsteht in der Mehrzahl der Fälle völlig unbewusst. Aber sie wirkt - nach Innen und nach Außen! 

Für eine gerade Blickrichtung und einen aufgerichteten Kopf muss man also bewusst sorgen. - Eine bestmögliche Haltung entsteht nicht einfach automatisch.

So ist es! - Automatisch entsteht nur das, was den üblichen Gewohnheiten entspricht - und das ist häufig alles andere als das Beste!

Und was sagt nun eigentlich eine aufrechte Haltung mit einem, geraden Blick, so wie du sie empfiehlst?

"Ich bin genauso richtig und wichtig wie du - und du bist genauso richtig und wichtig, wie ich!"

Also ein gleich-berechtigtest Begegnen auf der Ebene 'von Mensch zu Mensch'?

Genau - so sollte es sein!

Der Volksmund kennt ja den Ausdruck "ein aufrechter Mensch"! Ob das wohl auch etwas mit einer aufrechten Haltung und einem geraden Blick zu tun hat?

Davon bin ich überzeugt! - Damit ist ja gemeint, dass dieser Mensch "gerade", also offen und ehrlich - im Gegensatz zu verdrückt und undurchsichtig - ist, dass er außerdem "aufrecht" ist, damit persönliches Profil hat und nicht 'nichts' oder eben nur das sagt, was die anderen gerade hören wollen. - 
Und eine "aufrechte Haltung" ist anstrengender, als die üblicherweise gewohnte, bequeme Haltung - außen, wie innen!

Das klingt schon überzeugend - bringt also sicherlich viel persönlichen Gewinn!

Du darfst es probieren, wenn du magst! Dann kannst du selbst spüren, wie es für dich wirkt!
Für mich stimmt es so - jetzt. 
Und das "Shake hands" darf sich ja auch im ganz persönlichen Stil verändern und weiter entwickeln. 
Mir wird es damit nie langweilig - im Gegenteil, ich entdecke immer wieder Neues! Es hilft und tut mir immer wieder gut!

Danke für deine Erzählen - dass du mich an deinen Erfahrungen hast teilhaben lassen! 
Mal sehen, was ich da für mich daraus machen kann. Und wenn ich dann mal eigene Erkenntnisse zu "Shake hands mit den Augen" habe, werde ich dir auch davon erzählen!
Alsdann - mach's gut!

Ciao! - Bis zum nächsten Mal!

 
 

See the beauty !

 

vorgestellt ab 10.03.12   (09,08,07,05)      
ALLTAG / Thema der Woche ab 16.08.03       ALLTAG / Newsletter Nr. 97 vom 23.11.08      
Eine Begegnung, ein freundlicher Händedruck mit den Augen: Eine ganz neue Art die Menschen und die Umgebung wahrzunehmen und gleichzeitig sich zu spüren. Dabei auch für eine aufrechte Haltung, für mehr Licht und Wohlfühlen in sich und auch gegenüber den Mitmenschen zu sorgen. Interessant! - Und es geht! - Und es lohnt sich, das zu probieren!
          ***Es ist gut, Dinge zu sammeln, aber es ist besser, spazieren zu gehen.      (unbekannt)*** 

siehe auch:    ALLTAG / Meditatives Gehen/Laufen      

                   MOSAIK / Haltung     MOSAIK / Roter Faden6,7(1-7) 

 

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